Sprache
Discovery Call buchen
Agentic Coding · Methodik

Vibe Coding reicht nicht:Agentic Coding schon.

Vibe Coding fühlt sich produktiv an: grob beschreiben, was man will, und nach wenigen Minuten steht eine Demo. Für Prototypen ist das wertvoll. Für Produktivsysteme wird es gefährlich, wenn es dort stehen bleibt — denn eine Demo beantwortet selten die Fragen, die im Betrieb zählen. Was Agentic Coding stattdessen ausmacht, warum wir 54 spezialisierte Agenten mit getrennten Rollen betreiben, und was ein Unternehmen mitbringen muss, damit das trägt.

Vibe Coding ist Impuls. Agentic Coding ist Delivery.
Kurzfassung
  • Vibe Coding ist gut für Prototypen, riskant für den Betrieb — das Problem ist nicht die Codequalität, sondern die fehlende Prüfbarkeit.
  • Agentic Coding behandelt jede Aufgabe wie eine Story: Kontext, Akzeptanzkriterien, Tests, Architekturgrenzen, Review, Verifikation.
  • Spezialisierung schlägt Allzuständigkeit: getrennte Agenten für Architektur, Umsetzung und QA liefern belastbarer als ein Alleskönner.
  • Der Wert entsteht durch Prozessdesign, nicht durch spontane Prompts — Werkzeuge wechseln, die Struktur bleibt.

Das Problem ist nicht, dass KI schlechten Code schreibt. Das Problem ist, dass ohne Struktur niemand weiß, ob der Code richtig, sicher, wartbar und deploybar ist. Genau diese Unsicherheit ist der Grund, warum aus beeindruckenden Demos so selten Produktivsysteme werden.

Was Agentic Coding anders macht

Agentic Coding bedeutet: Eine Aufgabe wird wie eine echte Story behandelt. Es gibt Kontext, Akzeptanzkriterien, Tests, Architekturgrenzen, Review und Verifikation. Der Agent arbeitet innerhalb eines Systems, nicht allein im leeren Raum.

Der Unterschied ist der zwischen Praktikant und Team: Ein einzelner Praktikant kann nützlich sein. Ein geführtes Team mit Rollen, Standards und Review kann liefern. KI-Agenten brauchen dieselbe organisatorische Einbettung — unabhängig davon, wie gut das Modell darunter ist. Wie leistungsfähig die Modelle inzwischen sind und was Benchmarks darüber wirklich aussagen, steht in unserem Praxistest der Coding-Agenten.

Für Mittelständler ist diese Unterscheidung wichtig, weil sie sonst falsche Erwartungen einkaufen. Wer Vibe Coding als Produktivbetrieb verkauft, produziert technische Schulden. Wer Agentic Coding sauber aufsetzt, kann echte Softwarearbeit beschleunigen.

Wie das bei uns aussieht: 54 Agenten mit getrennten Rollen

Unsere Agentenstruktur ist bewusst nicht als Spielerei gebaut, sondern folgt einer Organisationslogik: Acht Steering-Agenten dienen als Ansprechpartner, darunter arbeiten Spezialisten für Produkt, Technik, Marketing, Operations, Finance, Legal, Datenschutz, Security und Delivery.

Rolle im CodingVerantwortung
ArchitekturTechnische Leitplanken und Grenzen — was gebaut werden darf und wie
UmsetzungImplementierung innerhalb dieser Leitplanken
QualitätssicherungPrüfung gegen die Akzeptanzkriterien, bevor etwas gemergt wird
Story-ZuschnittAufgaben so schneiden, dass sie überhaupt delegierbar sind
CI/CD & BetriebDeployment, Verifikation, laufender Betrieb

Rollentrennung im Coding-Betrieb bei Digital Maker — Stand Juli 2026, insgesamt 54 spezialisierte Agenten.

Der Vorteil liegt nicht darin, dass jeder Agent magisch alles kann. Er liegt in der Spezialisierung: Ein Coding-Agent ohne QA ist schnell. Ein Coding-Agent mit QA ist belastbar. Ein Coding-Agent mit Architekturvorgabe ist wartbar.

Außerhalb des Codings gilt dasselbe Prinzip — eigene Agenten für SEO und Search Console, Copy, Marketingstrategie, Operations, Kennzahlen und Priorisierung. Diese Struktur hilft besonders inhabergeführten Unternehmen, weil sie KI nicht als einmaliges Projekt brauchen, sondern als operative Fähigkeit. Ein Unternehmen braucht nicht noch ein Tool. Es braucht ein System, das Aufgaben wiederholt sauber erledigt.

Was ein Betrieb dafür mitbringen muss

Drei Voraussetzungen entscheiden, ob Agentic Coding trägt. Erstens Tests — ohne Testabdeckung fehlt dem Agenten die Leitplanke und dem Team die Prüfinstanz. Zweitens Aufgabenzuschnitt — was nicht klar umrissen ist, kann auch nicht delegiert werden. Drittens ein verantwortlicher Mensch beim Merge; die Frage „wer hat das freigegeben?" muss beantwortbar bleiben.

Wer diese drei hat, kann Softwarearbeit spürbar beschleunigen. Wer sie nicht hat, sollte zuerst daran arbeiten — sonst skaliert man vor allem das Chaos. Deshalb sprechen wir nicht von „KI schreibt alles allein", sondern von KI-Agenten als operativer Verstärkung: geführt durch Menschen, geprüft durch Tests, eingebettet in echte Prozesse. Grundlagen dazu in Was ist ein KI-Agent?, das Zusammenspiel mehrerer Agenten in Agentic Workflows erklärt.

Für Teams, die das selbst können wollen, gibt es das Agentic-Coding-Enablement — zwei Tage am eigenen Repository. Wer die Software lieber gebaut bekommt, findet das unter KI-App-Entwicklung.

Quellen und Einordnung

Die beschriebene Rollentrennung und Agentenstruktur ist unsere eigene Arbeitsweise im laufenden Betrieb (Stand Juli 2026, 54 spezialisierte Agenten) — dieselbe Struktur, mit der die Kanzleisoftware Justitia, der Marktplatz StadtDeals und diese Website entstanden sind. Die Einschätzung, was Modelle technisch leisten, stützt sich auf die SWE-bench-Leaderboards; Zahlen und Grenzen ordnen wir im Praxistest der Coding-Agenten ein. Es handelt sich um Praxisbeobachtungen aus dem eigenen Betrieb, nicht um eine kontrollierte Studie.

Häufige Fragen: Vibe Coding und Agentic Coding

Was ist der Unterschied zwischen Vibe Coding und Agentic Coding?

Vibe Coding heißt: grob beschreiben, was man will, die KI schreibt Code, nach Minuten steht eine Demo. Für Prototypen ist das wertvoll. Agentic Coding behandelt dieselbe Aufgabe wie eine echte Story — mit Kontext, Akzeptanzkriterien, Tests, Architekturgrenzen, Review und Verifikation. Der Agent arbeitet innerhalb eines Systems statt allein. Der Unterschied liegt nicht in der Codequalität des Modells, sondern darin, ob am Ende jemand weiß, dass der Code richtig, sicher, wartbar und deploybar ist.

Warum reicht Vibe Coding für Produktivsysteme nicht?

Weil eine Demo selten die Fragen beantwortet, die im Betrieb zählen: Hält der Code unter Last? Ist er sicher? Kann ihn in einem Jahr jemand ändern? Wer Vibe Coding als Produktivbetrieb verkauft, produziert technische Schulden — die Geschwindigkeit von heute wird zur Wartungslast von morgen. Das Problem ist nicht, dass KI schlechten Code schreibt; das Problem ist die fehlende Struktur, die Qualität überhaupt prüfbar macht.

Warum arbeitet ihr mit vielen spezialisierten Agenten statt mit einem?

Weil Spezialisierung belastbarer ist als Allzuständigkeit. Ein Coding-Agent ohne QA ist schnell. Ein Coding-Agent mit QA ist belastbar. Ein Coding-Agent mit Architekturvorgabe ist wartbar. Wir betreiben deshalb 54 spezialisierte Agenten mit getrennten Rollen: Architektur, Umsetzung, Qualitätssicherung, Story-Zuschnitt, CI/CD und Betrieb — dazu acht Steering-Agenten, bei denen die Verantwortung sichtbar zusammenläuft. Das ist keine Organigramm-Grafik, sondern eine Arbeitsweise.

Was braucht ein Unternehmen, damit Agentic Coding funktioniert?

Drei Dinge: eine Codebasis mit Tests (ohne sie fehlt dem Agenten die Leitplanke), klar geschnittene Aufgaben mit Akzeptanzkriterien, und einen Menschen, der den Merge verantwortet. Wer diese drei hat, kann Softwarearbeit spürbar beschleunigen. Wer sie nicht hat, sollte zuerst daran arbeiten — sonst skaliert man vor allem das Chaos. Ein Unternehmen braucht nicht noch ein Tool, sondern ein System, das Aufgaben wiederholt sauber erledigt.

Willst du wissen, welche Coding-Tasks bei dir agentenfähig sind?

Wir prüfen Repository, Tests, Deployment und typische Aufgaben — und sagen ehrlich, was automatisierbar ist und was nicht. Oder wir bringen es deinem Team im Agentic-Coding-Enablement bei.

Discovery Call buchen